Methoden der Krebsbehandlung​

Die empfohlene Behandlung hängt von der Art des Krebses ab. Das bedeutet, dass jeder Patient eine andere Behandlungsrichtung bekommt.

Moderne und effektive Behandlungsmethoden bestehen in der Regel aus einer Kombination verschiedener Komponenten. Operation, Bestrahlung, Chemotherapie, Transplantationen und/oder lokale Therapie sind die wohl bekanntesten Behandlungsmethoden.

Damit ist die Palette der Behandlungsmöglichkeiten aber noch lange nicht erschöpft. Im Folgenden finden Sie eine Übersicht der wichtigsten Optionen, die dem Fachärzteteam zur Verfügung stehen.

Operationen – Die chirurgische Behandlung von Krebs

Benötigen Sie eine Operation? Für viele Krebsarten, wie Brust- und Hautkrebs, sind die Chancen auf eine vollständige Heilung nach der Entfernung eines Tumors sehr gut.

Dies ist nur möglich, wenn die Krankheit noch im Anfangsstadium ist. Mit Hilfe der Operation in einem frühen Stadium können Sie die Behandlung sogar als abgeschlossen betrachten. Wenn es innerhalb der nächsten 5 Jahre keinen Rückfall gibt, sagen die Ärzte, dass sie vollständig genesen sind.

Das Ergebnis der Untersuchung des während der Operation entnommenen Tumorgewebes zeigt, wie hoch das Rückfallrisiko ist. Bei weiterhin hohem Risiko wird eine zusätzliche unterstützende, sogenannte adjuvante Therapie verschrieben. Dazu gehören Chemotherapie oder Strahlentherapie. Auf diese Weise sollen Krebszellen, die im Körper geblieben sein könnten, zerstört werden.

„So schonend wie möglich und so weit wie nötig“, ist oberstes Prinzip bei der Tumorentfernung. Denn es ist notwendig, die Vitalität und Funktion des Organs so weit wie möglich zu erhalten.

Die Operationsmethoden haben sich enorm weiterentwickelt. Neben den üblichen offenen Operationen spielen die Laserchirurgie und die Endoskopie eine wichtige Rolle. Diese Methoden werden als sanft oder organerhaltend bezeichnet. Die Technik solcher Operationen wird als laparoskopische oder minimal-invasive Chirurgie bezeichnet. Sie wird häufig bei Gebärmutter-, Rektum- und Prostatakrebs eingesetzt.

Einer der Hauptvorteile dieser Methode ist, dass sich der Patient nach einer solchen Operation deutlich schneller erholt.

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Bestrahlung – Mit einer Strahlentherapie gegen Krebserkrankungen

Jeder zweite Krebspatient wird bestrahlt. Die Strahlentherapie wird sowohl unabhängig als auch in Kombination mit einer Chemotherapie verschrieben.

Einige Krebsarten, wie Kehlkopf- und Prostatakrebs, können nur durch Strahlentherapie geheilt werden. Auch zur Schmerzlinderung und als Prävention wird eine Strahlentherapie verschrieben.

Arten der Strahlentherapie

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht der verschiedenen Arten der Strahlentherapie:

  • Traditionelle Strahlentherapie: z.B. zur Brustkrebsdiagnose, nach Organerhaltungsoperationen.
  • Die konforme Strahlentherapie (3D-Strahlung) gilt als schonender, da das umliegende Gewebe erhalten bleibt. Sie wird in der Regel zur Bestrahlung von Tumoren eingesetzt, die sich in der Nähe von lebenswichtigen Strukturen befinden.
  • Die Intensity Modulated Radiation Therapy (IMRT) ist eine Weiterentwicklung der 3D-Therapie. Sie wird bei Prostatakrebs, Hirntumoren, Lorustumoren, Genitaltumoren und Verdauungstrakttumoren eingesetzt.
  • Stereotaktische Strahlentherapie (Gamma-Messer) – diese Art der Therapie zielt direkt auf den Tumor in verschiedenen Einfallswinkeln und auf das umgebende gesunde Gewebe mit sehr niedrigen Strahlendosen. Diese Form der Strahlentherapie wird als Radiochirurgie oder Gamma-Messer bezeichnet, da sie die Operation ersetzen kann. Die stereotaktische Bestrahlung eignet sich zur Behandlung von Hirntumoren, Prostatatumoren, Lungen, Lungenmetastasen, Leber- und Wirbelsäulenmetastasen, etc.
  • Protonentherapie (Ionentherapie) – Bestrahlung mit Protonen oder anderen Schwerionen. Der Vorteil dieser Methode ist, dass sich die Energie des Strahls erst dann manifestiert, wenn das Tumorgewebe erreicht ist, ohne gesundes Gewebe zu traumatisieren. Die Ionentherapie eignet sich zur Bestrahlung eines langsam wachsenden Tumors, der im Vergleich zu anderen Tumorarten nicht empfindlich auf die übliche Bestrahlungsmethode reagiert. Zum Beispiel die Behandlung von Tumoren, die sich an der Schädelbasis befinden, wie Chondrome, Chondrosarkome, Meningiome oder Speicheldrüsenkrebs, Prostatakrebs.
  • Die Brachytherapie ist eine Kontaktstrahlungsmethode. Die Therapie erfolgt von innen, d.h. die Strahlenquelle befindet sich direkt an der Tumorstelle. Auf diese Weise erhält der Tumor eine hohe Strahlendosis, praktisch ohne das umgebende Gewebe zu schädigen. Diese Methode ist z.B. für Prostatakrebs geeignet.
  • Die „Afterloading“-Methode ist ein Derivat der Brachytherapie. Die Strahlenquelle befindet sich in einem speziellen Behälter und wird innerhalb des Tumors abgegeben und dann wieder zurückgeführt. Es wird bei Rektumkarzinomen zur Erhaltung des Muskelschließmuskels, bei Gebärmutterhalskrebs und bei Vaginalkrebs eingesetzt.

Chemotherapie – Mit Medikamenten gegen den Krebs

Die Chemotherapie ist eine der wichtigsten Methoden der Krebsbehandlung. Sie basiert auf der Verwendung von chemischen Substanzen, die den Reproduktionszyklus von Krebszellen stören und „angreifen“. Dies sind Chemikalien und Zytostatika, die intravenös, intramuskulär oder in Form von Pillen eingesetzt werden.

Gezielte Therapie

Viele Experten glauben, dass die Zukunft in der Krebsbehandlung hinter dieser Behandlungsmethode steckt. Der Einsatz der molekularen Biotherapie ermöglicht eine erfolgreiche Kontrolle des Tumors unabhängig von seiner Organspezifität, d.h. unabhängig davon, in welchem Bereich sich der Tumor befindet.

Es gibt eine Reihe von Medikamenten, die auf dieser Behandlungsmethode basieren:

  • monoklonale Antikörper (z.B. Bevacizumab (Avastin), Catumaxomab, Denosumab, Ipilimumab, Pertuzumab, Trastuzumab und andere).
  • Tyrosinkinase-Hemmer (Zubereitungen – Afatinib, Erlotinib, Gefitinib, Imatinib, Lapatinib, Sunitinib, Vemurafenib)
  • m-TOR-Hemmer (Everolimus, Temsirolimus)

Viele werden heute erfolgreich in der Krebsbehandlung eingesetzt, obwohl ihre Entwicklung und weitere Forschungen noch nicht vollständig abgeschlossen sind.

Stammzelltransplantation, Transplantationen von Knochenmark und Blutstammzellen

Wenn Behandlungen wie Bestrahlung und Chemotherapie bei der Behandlung von Leukämie und Lymphomen nicht funktionieren, ist die Knochenmark- oder Blutstammzelltransplantation die einzige Chance für den Patienten.

Sie wird häufig bei der Behandlung von UML (akute myeloische Leukämie), MDS (myelodysplastisches Syndrom), Non-Hodgkin-Lymphom, akuter Leukämie, Plasmozytom, chronischer lymphozytischer Leukämie oder chronischer myeloischer Leukämie eingesetzt.

Die Anwendung eines solchen Verfahrens hängt maßgeblich von zwei Bedingungen ab:

  • Remissionszustand, d.h. die Zerstörung einer großen Anzahl von kranken Zellen mit Hilfe einer vorangegangenen Chemotherapie
  • Alter und Allgemeinzustand des Patienten

Der Arzt wägt alle Risiken ab und bespricht sie mit dem Patienten, woraufhin eine endgültige Entscheidung über das Verfahren getroffen wird.

Hyperthermie (Aufwärmen)

Diese Methode beinhaltet verschiedene Methoden, um die menschliche Körpertemperatur innerhalb einer Stunde auf eine Temperatur von 42 -43 ° C zu erwärmen. So werden zwei Effekte erreicht: die Zerstörung von Tumorzellen und die Durchblutung des Tumors, was die Empfindlichkeit des Gewebes gegenüber der Wahrnehmung von Medikamenten und Strahlentherapie erhöht.

Grundsätzlich wird die Hyperthermie-Methode in Kombination mit Chemotherapie und Strahlentherapie eingesetzt, deren Wirkung durch diese Methode verstärkt wird.

Methoden der lokalen Therapie

Wie funktioniert die TACE – transarterielle Chemothembolization?

Während der Embolisation werden kleine Kunststoffpartikel über einen Katheter in das Tumor-Ernährungsgefäß injiziert, bis das Gefäß blockiert ist und die Blutversorgung des Tumors stoppt.

Da die notwendigen Nährstoffe und der Sauerstoff nicht zur Verfügung stehen, sterben die Tumorzellen in diesem Bereich ab. Wird darüber hinaus auch eine Chemotherapie über diesen Katheter injiziert, wird das Medikament direkt an den Tumor abgegeben („lokale Chemotherapie“). Man spricht man von einer Chemoembolisation.

Die direkt an die Tumorzellen abgegebene Chemotherapie verursacht deren Tod. Heute gelten die transarterielle Embolisation und die transarterielle Chemo-Embolisation als gleichwertig in ihrer Wirksamkeit.

Diese Methode wird häufig zur Behandlung von Leberkrebs eingesetzt. Die Chemoembolisation wird hingegen in der Regel nicht bei der Behandlung von frühem Leberkrebs eingesetzt

Die Chemoembolisation wird hauptsächlich zur Behandlung von nicht operativ, sondern lokal ablational entfernten multifokalen Tumorherden eingesetzt. Es gibt keine Gefäßintrusion oder Metastasierung außerhalb der Leber.

Die Chemo-Embolisation kann das Tumorwachstum verlangsamen und die Überlebensrate betroffener Patienten erheblich erhöhen. Allerdings sollten nur Patienten mit guter Leberfunktion behandelt werden.

Was ist die RFA – Radiofrequenzablation?

Bei der Radiofrequenzablation (Strahlentherapie) wird die Sonde unter Ultraschall- oder CT-Kontrolle in den Tumor eingeführt. Durch diese Sonde werden Hochfrequenzwellen injiziert, um das Tumorgewebe zu erwärmen (auf bis zu mehr als 100°C).

Tumorbereiche mit einem Durchmesser von bis zu 3-5 cm werden bei diesem Verfahren buchstäblich „verschweißt“. Für die Behandlung von mehr als einem Schwerpunkt werden mehrere Sitzungen in Kurznarkose durchgeführt.

Was bedeutet SIRT und wie funktioniert diese Therapie?

Selective Internal Radiation Therapy (SIRT) ist eine neue lokale Strahlentherapie für Lebertumore von innen her. Für Patienten mit Leberkrebs, die nicht durch Operation oder lokale Ablation behandelt werden können, hat der neue Ansatz vielversprechende Ergebnisse gezeigt.

Wie funktioniert das? Winzige Perlen, die eine radioaktive Substanz enthalten, werden in sehr kurzen Abständen direkt in die die Leber versorgenden Gefäße injiziert. Dazu wird eine Kapsel mit einer Mikrokugel von 90 Yttrium, die so genannte Beta-Strahlung, über einen Katheter direkt in die Leberarterie oder deren Zweige injiziert.

So werden Tumore einer hohen lokalen Strahlendosis ausgesetzt, während die den Tumor bedeckenden Blutgefäße geschlossen sind. Die hochprofessionelle Anwendung dieser Methode ist entscheidend, da der Abfluss von radioaktiven Mikrokugeln in andere Blutgefäße der Bauchhöhle zu erheblichen Nebenwirkungen führen kann.

Diese Therapie hat einen stabilen Status in der Behandlung von nicht-metastasierendem und inoperablem Leberkrebs erreicht. Der Vorteil dieser Behandlung gegenüber der transarteriellen Chemoembolisation besteht darin, dass sie innerhalb nur einer Sitzung bei einem Krankenhausaufenthalt stattfindet.

HIPEC – Intraabdominale Chemotherapie

Eine solche Behandlung von Krebs wird nur in einem spezialisierten Zentrum durchgeführt. Es ist eine Kombination aus Operation und Chemotherapie.

Während der Operation wird das Peritoneum geöffnet und mit einer erwärmten Chemotherapie-Lösung gewaschen – daher der Name „hyperthermale intraperitoneale Chemotherapie“.

Diese Methode wird Patienten empfohlen, bei denen sich der Tumor noch nicht ausgebreitet hat.